von 1972 bis 1977 belegte die irakerin Zaha Hadid den studiengang für architektur an der architectural association school in london. 1977 nahm sie das angebot an, mitarbeiterin an Koolhaas’ office for metropolitan architecture zu werden und lehrte nun selbst auch an der AA mit ihren partnern Rem Koolhaas und Elia Zenghelis. die britische hauptstadt wurde zu ihrer wahlheimat. dort eröffnete sie 1980 auch ihr eigenes architekturbüro.
erst 1993 schaffte sie den durchbruch und konnte ihren ersten entwurf realisieren: das feuerwehrhaus des vitra-werks in weil am rhein. sie verdankte dies der innovationsfreude von Rolf Fehlbaum, dem geschäftsführenden inhaber von vitra, der bereits eine reihe angesehener architekten wie Tadao Ando und Frank Gehry für den bau neuer produktionsstätten, anderer firmengebäude und des vitra design museums engagiert hatte.
Hadids architekturbüro ist auch im bereich design tätig und realisiert unter anderem möbelentwürfe, inneneinrichtungen, messepavillons, ausstellungsgestaltungen und gebrauchsgegenstände. ihre architektonischen vorbilder sind vor allem die russischen suprematisten und konstruktivisten wie Kasimir Malewitsch oder El Lissitzky.
Zaha Hadids abneigung gegen das primat des rechten winkels brachte sie auf mathematische weise zum ausdruck: „das wichtigste ist die bewegung, der fluss der dinge, eine nicht-euklidische geometrie, in der sich nichts wiederholt: eine neuordnung des raumes.“