Kaminzimmer BM

Wie aus einem ungenutzten und eher unbehaglichem Kaminzimmer ein Raum wurde, der heute von der Familie als der Schönste des ganzen Hauses bezeichnet wird.

Kunde
Kaminzimmer BM, Freilassing
Umsetzungszeitraum
2013

Die Aufgabenstellung bei diesem Projekt in einem Freilassinger Familienheim war ebenso klar wie auch kreativ anspruchsvoll. Das bisher nur als Zwischenraum genutzte Zimmer mit dominantem Kamin, sollte zu einem Ort der Begegnung und Gemütlichkeit revitalisiert werden, der sich nahtlos in das restliche Haus einfügt.

Neben dem Kamin, den der Vater der Hausherrin selbst entworfen und gebaut hat, ist die längliche Form charakteristisch für den Raum. Um diesen einerseits optisch zu verbinden und die Länge andererseits in Szene zu setzen, wurde einige Maßnahmen gesetzt. Der grau melierte Kasthall-Teppich streckt und ist das umrahmende Element zwischen dem schwarzen Klavier und dem Grand Repos von Vitra. Um den Raum großzügiger zu machen und Einsicht ins hintere Eck zu ermöglichen, wurde auf einen schwarzen Spiegel mit Mirror-Table zurückgegriffen. Dieser vervollständigt sich erst durch seine eigene Spiegelung und schafft zusätzlichen gefühlten Raum. Vorhänge aus Leinen unterstreichen den legeren und formlosen Charakter des Kaminzimmers und sind Ton in Ton abgestimmt mit den Wandfarben. Neben dem Klavier und dem Bilderrahmen, findet sich die Farbe Schwarz auch noch in den Lampen und dem Sockel des Kamines. So wird nicht nur Kontur und zeitlose Eleganz in den Raum gebracht, den sonst dominierenden natürlichen Farben wird auch ein bewusster Konterpunkt gesetzt.

Bisher als Durchgangszimmer mit uneinsehbarem Eck wenig genutzt, sollte der Raum fortan in neuem Glanz erstrahlen und zum Kommunikationszentrum der Familie werden. Ein Rückzugsort der Inspiration und Kreativität. Aber auch der Ruhe und Gemütlichkeit. Am besten spiegelt diese Gegensätze, die sich zu einem sinnlichen Ganzen fügen sollen, das runde, drehbare Sofa von Maxalto. Die bisher stiefmütterliche Ecke hinter dem Kamin wurde durch dieses edle Stück aus Baby Mohair Wolle zu neuem Leben erweckt. In stillen Momenten lädt es zum Kuscheln ein, während man sich bei angeregten Diskussionen hin zum Gesprächspartner drehen kann.

Heute ist das Kaminzimmer nicht mehr wiederzuerkennen. Manchmal wird hier am Klavier geklimpert, dann wieder in Ruhe gelesen und immer wieder trifft man sich zum Plaudern oder Tee trinken. Was auch die Lieblingsbeschäftigung der einzelnen Familienmitglieder hier sein mag, Einigkeit herrscht darüber, dass sich das Kaminzimmer seit dem Umbau zum Schönsten Raum des Hauses gemausert hat.

Kamingespräche im Zwischenraum