Habau HAB25

Grau, Grau, Gelb und Blau

Eine Vision, die Wirklichkeit wird. Ein Gebäude das all das zeigt, was man kann. Und Menschen, die an ihren Ideen festhalten und gemeinsam umsetzen. Das ist die Geschichte von Hab25, dem neuen HABAU-Sitz im Süden von Linz, bei dem wir die Möblierung der öffentlichen Flächen gemacht haben.

Standort
Linz
Projektpartner
Nicolaus Grubinger
ARKFORM
Romina Hafner
MOOI DESIGN
PRO ACTIVE
Fotos
Jürgen Grünwald

Es gibt nichts Stärkeres, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Dieses Zitat von Victor Hugo kommt uns in den Sinn, wenn wir an dieses Projekt denken. Immer wieder war Simon mit Nicolaus Grubinger, Business Unit Manager bei HABAU, im Kontakt. Immer wieder tauschten sich die beiden über Projekte aus und teilten oft dieselben Meinungen und Vorstellungen. Vorerst bliebt es dabei. Ideen brauchen Zeit zu reifen. Vor allem die Großen.

Nicolaus hatte eine klare Vision. Er wollte alle Kompetenzen der HABAU-Bauunternehmung an einem neuen Firmensitz sichtbar machen. Zeigen, was man alles kann. Vom Metallbau über Betonkonstruktionen bis hin zum Holzbau. Nicht darüber sprechen, sondern herzeigen, was man macht. Ganz nebenbei sollte so auch ein Ort entstehen, an dem man gerne arbeitet und der dem Unternehmen einen Vorteil am umkämpften Mitarbeiter:innenmarkt verschafft. Lange Zeit blieb es bei der Idee. Doch als in Linz-Süd ein neues Gebäude für die Gruppe entstehen sollte, kam ihre Zeit.

Gebäude zu errichten ist eines unserer Kerngeschäfte. Die Leistungen, die wir als Unternehmensgruppe anbieten können und unser Anspruch an die Qualität der Ausführung sollten in diesem Gebäude für potenzielle zukünftige Kund:innen ablesbar sein.

Nicolaus Grubinger, HABAU

HAB 25

Das Gebäude aus der Feder des Architekturbüros ARKFORM überrascht. Eine sehr offene und ehrliche Industriearchitektur, die freies Arbeiten fördert, Erweiterungsmöglichkeiten bietet und die Vielseitigkeit des Unternehmens widerspiegelt. Trotz zweier Innenhöfe gibt es keine wahrnehmbaren Gänge und man schaut durch das ganze Gebäude durch. Geschlossen, wo es Sinn macht, aber offen, wo es nur geht. Mit möglichen Arbeitsplätzen bis hinauf auf die Dachterrasse, Fitnessstudio im oberen Stock und unterschiedlich großen Meetingräumen.

AREA zeigt sich für die Möblierung aller öffentlich-zugänglichen Flächen verantwortlich. Simon war von Anfang dabei, war immer wieder auf der Baustelle und machte sich früh ein Bild des neuen Firmensitzes.

Die Herausforderung ist die Durchsichtigkeit des Gebäudes. Nicht alle Möbel schauen von allen Seiten gleich gut aus, hier müssen sie es aber, weil man sie aus unterschiedlichen Sichtachsen sieht.

Simon Ladner, AREA Linz

Grau in Grau, ein bisschen Gelb und Blau

Bei der Bemusterung zeigte sich schnell, dass sich ein Konzept durch die Möblierung aller Stockwerke durchziehen sollte. Farblich würde sich alles um die Farbe Grau drehen, wobei drei unterschiedliche Tonstufen der drohenden Eintönigkeit entgegenwirken. Zusätzlich sollten die beiden Farben von HABAU, Blau und Gelb sparsam eingesetzt werden. Mit dem Hallingdal von Kvadrat wurde ein einziger Stoff für alle Hersteller ausgesucht, der eine homogen-durchgängige Optik unabhängig von Form, Größe und Modell möglich macht.

Der Hallingdal von Kvadrat ist völlig unterschätzt, weil er erst am Möbel so richtig gut zur Geltung kommt. Dabei ist er durch seine Robustheit und die tullige, wollige Optik ideal für große Projekte.

Simon Ladner

Büros

In den Büros zieht das sehr hochwertige Tischler-Einbausystem in Eiche die Blicke auf sich. Als Teil der Architektur folgt es den Brüstungen, dient als Stauraum und versteckt Verkabelung und Elektrik. Dieses Hauptthema wurde von uns aufgegriffen und die Besprechungsstühle ebenfalls in Eiche- Vollholz gewählt.

Man glaubt nicht, was das für ein Unterschied im Sitzkomfort ist, ob man auf einem Vollholz- oder Sperrholzstuhl sitzt.

Simon Ladner

Mit elektrisch-höhenverstellbaren Schreibtischen und dem Vitra ID Mesh, wohl einem der aktuell ergonomisch-besten Drehstühle, zeigt sich die Wertschätzung des Unternehmens den Mitarbeiter:innen gegenüber. Mit den Kipu-Sitzhocker von Lapalma in verschiedenen Größen und Höhen sollten kleine Inseln entstehen, die das schnelle Zusammensetzen fördern.

Die ausgewählten Produkte und Lösungen fügen sich harmonisch in die Architektur des Gebäudes und unterstützen gleichzeitig die Ideen des Corporate Designs, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Nicolaus Grubinger

Die Besprechungstische kommen vom österreichischen Hersteller Hussl. Sie alle haben dasselbe schwarze Untergestell, unterscheiden sich jedoch in den unterschiedlichen Tischplatten. Von rund bis eckig in Massivholz, Furnier oder Fenix finden sich diese Tische in allen Formaten im Gebäude wider.

Metall, Beton und Holz

Um der Idee, all das herzuzeigen, was man kann, gerecht zu werden, wurden spezielle Besprechungsräume mit unterschiedlichen Themen geplant. Die Räume Beton, Holz und Metall sollten zum größten Teil mit Möbeln ebendieser Materialien ausgestatten werden. Eine schöne Aufgabe, die uns vor allem bei Metall und Beton vor Herausforderungen stellte.

Zentrales Objekt im Raum Metall ist der La Grande-Table aus Aluminium von MDF Italia. Aufgrund des großen Formats von 3,60 x 0,90 Meter und des daraus resultierenden Gewichts ist die silber-eloxierte Metalloberfläche sehr dünn. Der Vitra Wire Chair mit seiner transparenten Metalloptik und zementgrauen Lederpolstern runden den Look ab.

Die per Hand aufgespachtelte Oberfläche des MDF Italia Tense Tisches spiegelt die handwerkliche Komponente von Beton wider. Der Tipton Stuhl von Vitra besteht aus 100 % recycelten Haushaltsmüll und führt mit seinen terrazzo-ähnlichen Einschlüssen diesen Look weiter. Ganz im Gegensatz zu dem einen gelben Prater Chair, der mit seinem Doka-Platten-Look die Decke des Raumes zitiert.

Bitte mehr davon

Der Hab25 stellt architektonisch einen Meilenstein in der oft eintönigen Bau-Landschaft dar. Wir lieben es, Teil solcher Innovation und Vision zu sein und freuen uns, dass dieses Konzept für HABAU voll und ganz aufgegangen ist. Und wieder einmal und in aller Klarheit: den Mutigen gehört die Welt. Bitte mehr davon!