Privathaus EAF

Kennen Sie das Henne-Ei-Problem? Die Frage, was denn zuerst da gewesen sei und auf die es scheinbar keine Antwort gibt? Bei diesem Projekt, bei dem der gesamte obere Stock eines älteren Hauses renoviert wurde, ist diese Frage jedoch leicht zu beantworten. Am Anfang stand die Tapete. Was danach kam ist eines der stimmigsten, außergewöhnlichsten und mutigsten Projekte, die wir je umsetzen durften.

59

Bespielte Fläche

14

Sitzgelegenheiten

7

Verwendete Marken

6

Monate Projektverlauf

Es ist immer eine Freude, Kunden kennen zu lernen, die eine Vorstellung davon haben, wie sie leben möchten und trotzdem so experimentierfreudig sind, sich auf unsere Vorschläge einzulassen. Genau so waren die Vorzeichen bei diesem Projekt. Ein Stockwerk in einem bereits älteren Haus, in dem wir nach der Renovierung den Wohn-Ess-Bereich gestalten durften. Das Ziel war, offene Strukturen mit internationalem Flair zu finden, die in sich stimmig sind, jedoch ebenso untereinander harmonieren.

Ausgangspunkt war die Tapete Impression D’Orient von Laura Pozzi, in die sich die Kundin verliebt hatte und um die sich die gesamte Gestaltung drehen sollte. Ein sehr interessantes, edles und kosmopolitisches Design mit außergewöhnlichen Farben, zu dem die restlichen Möbel im Raum wirkungsvoll gewählt wurden. Nichts sollte dem Zufall überlassen und kein Stück zufällig ausgesucht werden.

Tapete Impression D’Orient von Laura Pozzi

Um den offenen Kamin sollte kein Lounge-Bereich, sondern vielmehr ein Setting entstehen, das zum Nachmittags-Teetrinken einlädt. Zur edlen Tapete wirkt das 3er-Sofa Easy Lipp von Living Divani in braunem Samt als komfortabler Kontrapunkt. Einerseits reduziert und durch die Knopfheftung auch sehr edel, eignet es sich andererseits auch zum gemütlichen Liegen mit den Kindern.

Als Gegenstück zum gemütlichen Sofa, wirken die Stühle Victoria & Albert von Moroso skulpturenhaft und modern. Die beiden lehnen sich farblich in abgeschwächter Form an die Tapete an und bestechen durch zwei wunderschöne Sorbettöne in Orange und Rosé.

Es sind die Harmonien und Kontraste in den Farben verborgen, die ganz von selbst zusammenwirken.

Vincent van Gogh

Die Wahl des Teppichs war eine Herausforderung. Einerseits sollte er neben den bereits dominanten Stücken nicht auch noch hervorstechen, andererseits durfte er auch nicht völlig untergehen. Die Wahl fiel auf einen großen Tres Vegetal von Nanimarquina. An sich sehr monochrom, verleiht ihm die Mischung von Neuseeländischer Wolle, Filz und Hanf unterschiedliche Strukturen und Haptiken. Mit seiner natürlichen Farbgebung verbindet er den gesamten Wohnbereich, ohne sich selbst ins Zentrum zu rücken.

Der Coffee Table stellt nach eigenen Angaben einen der außergewöhnlichsten Tische im Programm von Vitra dar. Zwei im rechten Winkel zueinanderstehende Holzbeine, die die organische Glasplatte tragen und dabei die biomorphe Formensprache der Plastiken des Bildhauers und Designers Isamu Noguchi sprechen. Durch das edle Rauchglas kann man den Teppich gut sehen.

Im Essbereich kamen zum bereits vorhandenen viereckigen Esstisch Aiku Soft Stühle von Jean Marie Massaud zum Einsatz. Dem klassischen Hahnentrittmuster steht ein außergewöhnlicher Rosé-Ton gegenüber, der den Essbereich über die Tapete mit dem Wohnbereich verschmelzen lässt. Die zarte Gestellform in Weiß und Gold passt besonders gut zum Boden.

In der modernen Küche, die ebenfalls mit dem Wohn-Ess-Bereich offen verbunden ist, kamen Barhocker Troy von Magis zum Einsatz, die durch ihre schmale Rückenlehne nicht zu sehr hervorstechen und trotzdem hohen Komfort versprechen.

Harmonisch kontrastiert